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Krankenversicherung in der Schweiz

Die Versicherung gegen Krankheit ist in der Schweiz obligatorisch. Alle Personen die in der Schweiz wohnen, sind verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschliessen. Neuzugezogenen wird eine Frist von 3 Monaten eingeräumt, um eine entsprechende Versicherungspolice abzuschliessen. Wallensee view from the top of Leistkamm (Swiss Heidiland)

Abschluss der Versicherung
Sie müssen ihre Versicherung bei einem Versicherungsunternehmen (Krankenkasse) Ihrer Wahl abschliessen, welches in Ihrem Wohnkanton tätig ist.

Welche Leistungen erbringt die obligatorische Versicherung?
Im Falle von Krankheit, Unfall oder Mutterschaft übernimmt die Versicherung die Behandlung bei einem Arzt oder im Spital und übernimmt auch Kosten für Medikamente, Untersuchungen, Transporte und Prävention. Die Leistungen der Grundversicherung sind bei allen Versicherungsunternehmen identisch. Die Prämien variieren jedoch teils erheblich.

Welche Leistungen werden abgedeckt:
Krankheit: Die Krankenversicherung übernimmt die Diagnose und die Behandlung einer Krankheit sowie deren Folgen.
Unfall: Bei einem Unfall übernimmt die Krankenversicherung nur Leistungen, sofern keine andere (obligatorische) Unfallversicherung zuständig ist. Personen die in der Schweiz angestellt sind und mehr als 8 Studnen pro Woche arbeiten, sind automaisch bei der obligatorischen Unfallversicherung versichert.
Mutterschaft: Die Krankenversicherung übernimmt Leistungen für Voruntersuchungen bei werdenden Müttern, Geburtsvorbereitungskurse und die Kosten der Geburt, sowie Kosten bei Nachkontrollen und Stillberatungen.

Was kostet die obligatorische Krankenversicherung?
Monatlich bezahlt der Versicherte eine Prämie an die Krankenkasse. Die Höhe hängt vom Wohnort und dem Versicherungsunternehmen sowie vom Alter des Versicherten ab.

Was sind Franchise und Selbstbehalt?
Die versicherte Person übernimmt im Krankheitsfall einen Teil der ihr anfallenden Kosten selbst. Dieser Teil setzt sich aus der sogenannten Franchise und dem Selbstbehalt zusammen. Die restlichen Kosten trägt die Versicherung. Die Franchise ist ein zwischen Versichertem und Versicherung jährlich festgesetzter Betrag (im Minimum CHF 300), welcher der Versicherte selbst an seine Gesundheitskosten bezahlt. Erst nach überschreiten des jeweiligen Betrages, übernimmt die Versicherung die Leistungen. Beträgt beispielsweise die Franchise CHF 300 und hat der Versicherte Krankheitskosten im Umfang von CHF 400, so bezahlt er CHF 300 selbst. Die verbleibenden CHF 100 übernimmt die Versicherung (abzüglich Selbstbehalt). Je höher Sie diese Franchise ansetzten, desto geringer ist Ihre Krankenkassenprämie. Selbstbehalt: Bei sämtlichen Behandlungen trägt die versicherte Person 10% der Kosten selbst, jedoch maximal CHF 700 (CHF 350 bei Kindern).

Kündigung der Versicherung
Sie haben zur Kündigung Ihrer obligatorische Krankenversicherung grundsätzlich zwei mögliche Termine im Jahr. Jeweils auf den 31. Dezember mit einer Kündigungsfrist von einem Monat. Weiter steht Versicherten mit einer regulären Grundversicherung und einer ordentlichen Franchise von CHF 300 der 30. Juni als Kündigungstermin zu Verfügung.

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Altervorsorge in der Schweiz

Nachfolgender Artikel legt die Eigenschaften und Besonderheiten der Schweizer Altersvorsorge dar. Auch Zugezogene bezahlen Zeit ihrer Erwerbstätigkeit in der Schweiz in das Vorsorgesystem ein und können nach Erreichen des Rentenalters vom gut ausgebauten Pensionssystem profitieren. Die Schweiz gilt als Land mit einer der höchsten Lebensqualitäten weltweit. Was spricht dagegen, die Zeit nach getaner Arbeitstätigkeit hier zu verbringen?

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Drei Säulen der Altersvorsorge
Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf dem sogenannten Drei-Säulen-Prinzip. Die erste Säule wird von der AHV und der Invalidenversicherung (IV) in Verbindung mit den Ergänzungsleistungen gebildet. Die erste Säule deckt den Existenzbedarf und ist obligatorisch. Die Pensionskasse oder auch berufliche Vorsorge genannt, bildet die zweite Säule. Diese ist ebenfalls obligatorische und soll den gelebten Standard während der Arbeitstätigkeit auch im Rentenalter weiter ermöglichen. Schliesslich bildet die sogenannte freiwillige Selbstvorsorge die 3. Säule.
Alle Säulen zusammengenommen sollen somit die gewohnte Lebensfortführung auch im Pensionsalter ermöglichen.

Die AHV und IV
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und die Invalidenversicherung (IV) zusammen mit den Ergänzungsleistungen (EL) ist der wichtigste Pfeiler der sozialen Vorsorge. Die AHV hilft Ihnen den wegen Alters oder Tod (z.B. eines Ehepartners) zurückgehenden oder wegfallenden Arbeitsverdienst zu decken. Die IV deckt die Vermögenseinbusse die aufgrund einer Invalidität entsteht ab. Schliesslich sind die Ergänzugsleistung dazu da, Leistungen bist zum Existenzminimum sicherzustellen
Die Solidarität unter den Generationen (Generationenvertrag) bestimmt das System der AHV. So bezahlt sets die erwerbstätige Generation die aktuellen Renten der Bevölkerung in Rente.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Alters- und Hinterlassenenverischerung

Die berufliche Vorsorge
In der beruflichen Vorsorge, resp. Pensionskasse sind sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer versichert, die bereits in der 1. Säule versichert sind und ein Einkommen von mindestens 21’150 Franken pro Jahr ausweisen (Stand: 2014). Die Versicherungsunterstellung beginnt mit Anrtitt einer Erwerbstätigkeit (obligatorische Versicherung). Selbständigerwerbende sind nicht obligatorisch bei einer Pensionskasse versichert. Ebenfalls werden Erwerbstätige mit einem befristeten Arbeitsvertrag von höchstens drei Monaten nicht unterstellt. Solche Personen können jedoch unter Umständen freiwillige Beiträge leisten.
Weiter führende Informationen zur beruflichen Vorsorge finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Sozialversicherungen.

Die Selbstvorsorge
Schliesslich ermöglicht Ihnen die dritte Säule des Vorsorgesystems die freiwillige Selbstvorsorge. Die dritte Säule dient dazu Ihren individuellen Lebensstandard abzusichern und Einkommenslücken zu schliessen, welche die ersten beiden Säulen nicht füllen konnten. Die private Vorsorge wird von Bund und Kantonen mit Steuervergünstigungen gefördert.

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